Tierportraits

 

1992 wütete in der Karibik ein verheerender Tornado. Durch ihn wurde, unter anderem, auch ein Meerwasser-Aquarium in Florida  beschädigt, in dem ein kleiner Fisch gehalten wurde, der "Feuerfisch". . . Er und noch einige andere seiner Artgenossen konnten sich jetzt befreien und ins offene Meer schwimmen. Falls sich Fische freuen können, er hat sich bestimmt gefreut! Der Haken an der Sache ist nur, der Fisch gehörte nicht in die Karibik! Er war ursprünglich im Indischen Ozean zuhause. Der "Feuerfisch" gehört seitdem zu den sog." invasiven Arten", einer Spezies, welche direkt oder auch indirekt durch Menschen eingeschleppt wurde. Nun ist der "Feuerfisch" ein kleiner Raubfisch und hat in dem stark angeschlagenen Ökosystem der Karibik keine natürlichen Feinde. Das führte dazu, dass er sich stark vermehren konnte und viele andere, eh schon stark gefährdete Arten, von ihm inzwischen bedroht und ausgerottet werden . . . 

 

 

Jetzt ist aus einer kleinen Geschichte, eine recht große geworden! Doch richtig groß wird sie erst, wenn man sich vor Augen führt, dass diese Episode nur ein Beispiel von ganz vielen ähnlichen ist, für die letztlich wir die Verantwortung tragen. Der Mensch hat schon immer, seit seinem ersten Erscheinen auf der Bühne des Lebens, Arten ausgerottet. Immer schon, von Anfang an! Früher in überschaubarem Rahmen, doch jetzt, seit wir uns die Mittel der Technik zunutze machen, in ungeahntem Ausmaß. In einer Dimension, die alles überschreitet, subtil und komplex, offensichtlich, aber auch unmerklich, an verschiedensten Fronten und dies jeden Tag! Grundsätzlich geht man davon aus, dass es Artensterben immer schon gegeben hat, auch Phasen starker "Extinktion". Wissenschaftler sprechen von bislang fünf Perioden des verstärkten Artensterbens in der langen Geschichte der Erdentwicklung. Die letzte soll es vor rund 65 Millionen Jahren gegeben haben. Aber noch nie war es eine Spezies selbst, die global und in großem Umfang irdisches Leben vernichtete. Was läuft also falsch mit uns, dem "Homo sapiens"? Wie kann man uns bzw. diese unheilvolle Entwicklung noch stoppen? 

 

 

Vielleicht gerade auf Grund des Bewußtseins ihrer Bedrohung, üben unsere tierischen Mitbewohner heute eine, fast  könnte man sagen, charismatische Wirkung auf viele Menschen aus. Meine Tierportraits sind somit ein Apell  zur Bewahrung faszinierender Lebewesen, von Geschöpfen, in der Regel mit Emotionen ausgestattet so wie wir, die uns oft so ähnlich erscheinen und dann doch wieder so fremd!

 

 

 

 

 

 

 

 

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